Nun habe ich die Blogparade der DMW mit ins Leben gerufen und schaff es erst in der Verlängerung meinen Beitrag on zu stellen. Asche auf mein Haupt 🙂
Wie gehe ich das Thema #sichtbar an? Mehr aus meiner beruflichen Sicht? Oder lieber doch aus meiner ganz persönlichen Erfahrung, besonders auch im Zusammenhang mit den #DMW?

Die Lösung: zwei Blogbeiträge. Hier auf Blog.visionhochdrei.de das ganz persönliche auch im Bezug auf die #DMW und auf visionhochdrei.de aus beruflicher Sicht.
Ich war schon immer bunt. Irgendwie bin ich immer schon aufgefallen. War der Klassenclown (und die kleinste) in der Grundschule, in der Realschule war ich die erste, die mit Minirock auf den Schulhof kam. Ich hatte aber auch schon früh Verantwortung übernommen. Egal ob es die KJG Gruppe und später die Pfarrleitung, das Engagement im Handball, die Klassensprecherrolle, der Vorstandsposten im Reitverein. Ich organisierte, half, warb und hatte früh eine Stempel „kann gut organisieren, macht das schon, aber ganz schön schräg“. Solange ich meine Erfüllung bei Hobbies und in der Freizeit sah, war das auch ganz OK. Aber wollte ich immer so gesehen werden? Ich arbeitete an mir, machte später auch eine Ausbildung als Systemischer Coach, fand sehr zu mir, meiner Person und auch in meiner Selbstständigkeit zu meiner Sichtbarkeit.

Wie wirke ich auf andere? 

Einer der Schlüsselmomente war, als ich meine Brust reduzieren lies. Oh, ich hatte echt viel Holz vor der Hütt’n, war damals noch deutlich schlanker und zog gerne enge, ausgeschnittene Kleidung an. Das muss schon eine Herausforderung gewesen sein, den Blick zu fokussieren 🙂 Aber als ich mit meinen smarten kleineren Brüsten loszog, war ich total überrascht davon, die Menschen schauten mir nun ins Gesicht, sie nahmen mich als Person wahr. Spannend.
Ein weiterer Schlüsselmoment (mehr Schlüsseljahre) waren die ersten Jahre meiner Selbstständigkeit. Ich hatte zuletzt in einer großen Eventagentur gearbeitet und da zogst du die Teambekleidung in Firmen CI an. Für mich war es vollkommen selbstverständlich meine eigene Identität für den Kunden aufzugeben. So wurde ich auch nicht als Dienstleisterin wahrgenommen, als ich die ersten vier Jahre den Gipfelstürmer Business Plan Wettbewerb betreute. Ich war ja der „orangene Faden“, die meisten dachten, ich sei da ja Vollzeit angestellt.
2010 war so ein Jahr der Entscheidungen. Ich machte aus meinem Wohnbüro ein Büro und eine Wohnung, hatte nun eigene Räume für Coachings und Seminare, hatte ein Türschild. Dazu konnte ich meine Vorliebe für durchgängige CI ausleben. 

Auch die Entscheidung mich auf regionale Kunden zu fokussieren brachte eine andere Herangehensweise an meine Sichtbarkeit mit sich. Hier auf dem Land (ich sitz mit meinem Büro im Herzen einer 17 Tsd Einwohner Stadt) braucht man ein Türschild, eine Klingel auf die man drücken kann. Ich habe meine „alten“ Kontakte wieder aufgefrischt. Mein Netzwerk erweitert. Ich hatte schon 2006 das regionale Netzwerk GO Business mit aufgebaut, war im WirtschaftsForum Oberland  aktiv. Aber war ich wirklich so #sichtbar wie ich wollte und war ich greifbar?
Immer wieder hinterfragte ich meinen Auftritt, muss meinen „Bauchladen“ wieder zusammenschieben. Stehe aber auch dazu, dass ich viel kann und auch gerne mache. Aber desto greifbarer ich werde, desto mehr meine Kernkompetenz hervortritt, desto leichter kann man mich empfehlen. 

Ich habe auch das Glück einen Partner zu haben, der mich immer wieder fragt „warum machst Du das?“ „Was willst du damit?“ Er ist mein Musterkunde und wenn er es nicht versteht, dann versteht es gar keiner. Nichts ist schwieriger, als sich selber immer wieder zu hinterfragen. 

Aber ich bin auf einem guten Weg. Ich werde immer klarer. Ich steuere meine Sichtbarkeit immer mehr in eine produktive Richtung. Yeah 🙂

Was ich aber immer schon ganz bewusst steuerte, war mein virtueller Auftritt und was ich in den verschiedenen Netzwerken von mir Preis gab. Wieviel Persönliches gehört zu einem runden Bild, und was gehört nicht ins Netz?

Was haben nun die #DMW mit meiner Sichtbarkeit zu tun?

Ich war lange in Rosenheim bei einem Businessclub, auch im Vorstand. Aber gebracht hatte es mir nichts, außer viel Arbeit – wobei ein paar nette Kontakte habe ich schon dadurch, und ich weis auch klarer, wo meine Grenzen sind, was ich nie wieder brauche und was Sinn macht.

Social Media nahm und nimmt immer einen großen Bereich in meiner Arbeit ein. Als Autodikatin brauche ich Austausch. Ich fand über Empfehlungen erst in Facebook die Gruppe der Social Media Women und dann die der Digital Media Women. Da wurde jemand gesucht, der was zur Selbstständigkeit und den eigenen Erfahrungen berichten könnte, so begann meine Beziehung mit den #DMW, bei Frau Li bei einem Meet up. Ich mit einem Kurz-Impuls zu meinem Job und wie ich Sichtbar bin.

Irgendwann rutschte ich so hinein. Ich half mal da, engagierte mich und schwups war ich im Orgateam. Und wie es so läuft, mein Engagement wurde mehr und machte Spaß. Themenabende zu moderieren – besonders wenn sie extrem gut besucht sind, bringen Sichtbarkeit. Für die #DMW auf Konferenzen als Medienpartner unterwegs zu sein, bringt Sichtbarkeit. 

Und dieses Jahr war mein großes Ziel, auf einer überregionalen Konferenz auf der Bühne zu stehen. Das tat ich, mit einem sehr gut besuchten Talk auf der #SMWHH und als Bühnenhost der großen Bühne. Das war der große Schubs von den #DMW es zu versuchen, beim Call for Papers mitzumachen. 
Was mir gerade in letzter Zeit bewusst wurde, mein Engagement für Netzwerke, egal GO Business oder die #DMW muss auch was „bringen“. Nicht nur #sichtbar zu sein, sondern auch der Schritt zum Auftrag. Wie ich das umsetzten will? Ich habe für die GO Business Netzwerktreffen einen eigenen Flyer entwickelt. Die Teilnehmer sehen mich ja auf der Bühne, haben mich schon persönlich getroffen, finden meine Art, mein Auftreten, meine Arbeit interessant und wollen mehr zu mir wissen. Dieses Bedürfnis soll mein Flyer befriedigen. 

Bei den #DMW werde ich meine Aktivitäten auch als Kompetenzdarstellung sehen. Was ich in meinem Engagement für die #DMW mach, dass sind ja alles Dinge, die ich auch für Kunden, für gutes Geld mache. Das darf man auch sagen – finde ich. Auch ich musste lernen, zu kommunizieren, dass diese Kompetenz, diese Beratung, diese Umsetztung etwas ist, was ich gerne für Kunden anbiete. Ein Lernprozess. 

Die #DMW sind aber auch unheimlich viel konstruktiver Austausch. Mit Gleichgesinnten, mit Menschen, die die selben Probleme, Visionen, Ideen haben. Das arbeiten in überregionalen und virtuellen Teams verändert mein Arbeiten, macht es strukturierter, klarer, effektiver. Ich lerne viel dabei, meine Kunden profitieren. Ich werde souveräner, selbstbewusster, bekomme unheimlich viel Input, Feedback – und ganz wichtig Wertschätzung! (Und ganz viel #flausch)

Engagiert Euch! Aber mit Herz und Verstand 🙂

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