Martina Troyer hab ich auf dem #DMW Camp im Januar in Köln kennen gelernt. Seit dem folge ich ihr auf Twitter. Immer wieder fällt mir auf, dass sie ihre neuen Follower mit virtuellem „Handschlag“ begrüßt. Also sprich einem „Herzlich Willkommen -Tweet“. Ich wurde neugierig und hab sie daher gefragt, warum und wieso sie das so macht und ob sie positives Feedback erhält?

1.) Was hast Du für ein Konzept für deinen Twitteraccount/Was liest man bei Dir?

Mein Twitteraccount ist zwar tendenziell zu 80% beruflich orientiert, da mich aber Digitalthemen, die Digital Media Women, PR und Social Media genauso privat interessieren und inspirieren, überschneidet sich das irgendwie sowieso (wenn man das heutzutage überhaupt trennen kann;-). Daneben twittere ich auch gerne mal übers TV (Tatort z.B. oder #esc2015 oder was mich sonst gerade so packt), von Veranstaltungen oder zur Kontaktaufnahme mit Leuten, die ich einfach spannend finde. Hier fällt mir das auch viel leichter als auf anderen Kanälen. Twitter liegt mir und macht mir auch am meisten Spaß – zugegebenermaßen ;-).

2.) Wie organisierst Du deinen Twitteralltag (Tools, Quellen, Listen)?

Tja, es gibt einen organisierten und einen eher spontanen Teil – aber ehrlich gesagt: So macht das für mich auch am meisten Sinn. Denn man kann einfach nicht alles planen – das wäre dann ein rein eindimensionaler „Werbe“-Channel, find ich. Und das ginge am Sinn und Zweck von Social Media definitiv vorbei.
Insofern handhabe ich es eigentlich so: Themensuche über Feedly (oder eben über Twitter bzw. andere SoMe Kanäle selbst), einige vorbereitete Postings über Buffer (die Buffer-App finde ich prima fürs Vorplanen einzelner Kanäle, wenn sie auch keinen kompletten Überblick liefert wie z.B. Hootsuite oder Tweetdeck. Aber da muss man einfach das Tool finden, das einem selbst am ehesten liegt, finde ich). Übrigens hast Du mich auch schon inspiriert: Du hast auf FB mal ein WP Plugin (Revive Old Post) genannt, das ältere Beiträge aus dem Blog wieder „hochspült“ und das habe ich nun auch für mich entdeckt. Danke gleich noch mal an dieser Stelle für den guten Tipp! 🙂
Ansonsten logge ich mich entweder direkt über die Twitterapp mobil ein oder über den Desktop und antworte auf Mentions, Retweets oder schaue, welche Themen gerade so durch die Filterblase nach oben blubbern. Dagegen nutze ich die Direktnachrichten eher weniger und es kann auch vorkommen, dass ich einige erstmal aus Versehen übersehe. Denn meist landen da sowieso nur Begrüßungs- und Werbenachrichten von denen, denen ich aktuell folge und das liegt mir nicht so. (Warum ich automatisierte Twitter-Direktnachrichten nervig finde und das meiner Meinung nach ein NoGo im Netz ist, dazu habe ich auch schon mal gebloggt.)

3.) Du begrüßt all deine neuen Follower. Wie wird das aufgenommen, bekommst Du Feedback?

Ja, Du hast recht. Eine Art der „Automatisierung“ nutze ich schon – nämlich als Begrüßungstweet. Aber ganz ehrlich, das finde ich völlig legitim und es kommt auch überwiegend sehr gut an! Dabei merke ich schnell, wer sich etwas mehr interessiert und darüber sind schon sehr nette Kontakte entstanden. Ganz vereinzelt meldeten sich auch schon kritische Stimmen, die (auch) diese Automatisierung negativ finden. Interessanterweise entspinnen sich aber auch darüber wieder Gespräche über Sinn und Unsinn und das genau finde ich bei Twitter gerade so schön – man kommt leicht miteinander ins Gespräch. Wenn man mag und aufgeschlossen dafür ist. Solange das respektvoll geschieht und mit dem Wunsch sich wirklich miteinander auszutauschen, andere Meinungen zu erfahren, finde ich das einfach fantastisch und genau das ist es, was mich an Social Media so enorm begeistert :-).

Martina Troyer ist Webstrategie-Experten, Social Media & PR-Beraterin. Seit 2008 ist die Kommunikationswirtin und Online-Redakteurin freiberuflich selbständig, berät seitdem andere Freiberufler wie Autoren, Trainer und Berater, Einzelselbständige sowie Geschäftsführer von KMU, wie sie sich optimal und erfolgreich im Internet präsentieren. Für die ‚Federwelt – Zeitschrift für Autorinnen und Autoren‘ verfasst sie seit 2015 regelmäßig eine Marketing-Kolumne.

Als Gründungsmitglied im Orgateam des Kölner Quartiers der Digital Media Women e.V. tritt sie selbst engagiert für mehr Sichtbarkeit von Frauen in der Digitalbranche ein und lebt aktives Networking. 2012 gründete sie zudem das lokale Unternehmerinnen Netzwerk Lohmar – gemeinsam mit der Gleichstellungsbeauftragten der Stadt, um auch regional mehr Sichtbarkeit der einzelnen Unternehmerinnen zu erzeugen.

Martina Troyer im Netz:

Blog zu strategischem Online-Marketing: http://netzgewandt.de

http://about.me/martinatroyer für den Überblick mit Links zu weiteren Profilen im Netz

https://www.speakerinnen.org/de/profiles/846

http://www.autorenwelt.de/users/martina-troyer

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