Vom Buchschreiben, oder warum sollte ich ein Buch schreiben?
Beitrag zur Blogparade von Stefanie aka kleiner Komet.
🎧Lieber hören statt lesen?
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Buchschreiben?!
Warum sollte ich ein Buch schreiben? Warum schreiben überhaupt Menschen Bücher? Wir beratende Zunft, weil wir was zu sagen haben, oder weil „man/frau“ etwas ist, wir unsere Kompetenz veröffentlicht haben (wollen)?
Weil Menschen etwas zu sagen haben? Weil es die KI so leicht macht? Weil wir in andere Welten, Gedanken, Zeiten mitgenommen werden sollen?
Gute Frage von Stephanie für ihre Blogparade.
Warum schreibst du ein Buch?

Ich hab schon ein paar Mal über das Schreiben geschrieben. Dazu gibt es ja immer wieder Blogparaden. Dass ich auch sehr regelmäßig schreibe, besonders seit wir den Schreibclub, unsere Schreibclubbies haben, dazu hab ich auch schon mehrfach geschrieben:
Schreiben mit System – Raus aus dem Schreibtief
Kreatives Schreiben – Selbsttest
Schreibtipp: Laut lesen hilft!
Könnte, oder wollte ich ein Buch schreiben?
Vom Buchschreiben: Jetzt wird es ein wenig persönlich …
Ja, ich habe schon mal ein Buch geschrieben. Das liegt jetzt gut 15 Jahre her. Das liegt auch noch irgendwo versteckt auf meinem Server, oder es ist gelöscht worden, als meine private NAS den Geist aufgab. Dieses Buch war mehr als persönlich. Ich musste Dinge, die ich erlebte, aufarbeiten. Alleine durch das Schreiben, dass es aus meinem Kopf und auch aus meinem Körper raus durfte, half mir. Irgendwann ging es zu tief, ich musste aufhören.
Ich hab’ dann 2–3 Mal den Versuch gestartet, wieder weiterzuschreiben, aber mich in diese Situation zurückzuversetzen, war einfach zu körperlich, zu schmerzbehaftet, ich war bisher noch nicht wieder bereit dazu. Ich hab’ es damals von einer guten Freundin und, Kollegin lesen lassen und sie war sehr angetan von meiner Tiefe. Vielleicht kommt die Zeit, wo ich wieder darüber schreiben kann, ich mich auf die Suche nach der Datei mache.

Vor ein paar Tagen hab ich einen Film gesehen. Es ging um einen alten Schriftsteller, der nicht mehr schreiben konnte. Ein junger Mann eines Verlages sollte ihn wieder zum Schreiben motivieren. Toskana, hübsche Tochter, Liebe, Gefühle, ein netter Film.
Was mich aber inspirierte, war diese eine Szene: Der alternde Schriftsteller und der junge Mann, der auch schreiben wollte, standen bei Sonnenuntergang in der Toskana. Kitsch pur. „Beschreibe den Sonnenuntergang“.
In meinem Kopf startete etwas. Ich sprach es nicht aus, aber stellte mir vor, wie ich diesen Sonnenuntergang in der Toskana beschreiben würde:
Was ich rieche: den Duft von Gewürzen, Kräutern, Rosmarin, das warme Holz, diesen typischen Geruch, den ein warmer Sommertag hinterlässt.
Was ich höre: das Zirpen der Insekten, Vögel, kleine Tiere im Unterholz, im Hintergrund Menschen, die lachen, feiern, sich vielleicht lieben.
Was ich fühle: dieses, den Moment genießen, diese Weite aushalten, dieses Glück, an einem so schönen Ort sein zu dürfen.
Könnte ich ein Buch schreiben?
Ja, sicher könnte ich das. Aber braucht die Welt ein Buch von mir? Ich hab ja auch das Thema, dass ich zwar den Wert KREATIVITÄT sehr lebe, aber ich mich nicht künstlerisch ausdrücke. Also, Gefühle aus mir raus in Kunst oder Kreativität ausdrücke. Habe ich dann genügend künstlerisches oder kreatives Potenzial für ein lesenswertes Buch?
Schreiben
Schreiben werde ich immer. Ich schreibe fast jede Woche einen Blogbeitrag. Ich schreibe meine Work.Books, wie das Werte.Work.Book, das Ideen.Work.Book und meine zwei weiteren geplanten, das Gründungs.Work.Book und das Business.Work.Book. Ich schreibe meine Social Media Posts, Artikel und Texte für Kunden und Kundinnen. Ich werde mich jetzt nie für eine Schriftstellerin halten. Aber ich schreibe gerne.
Ich, Beate, die Kommunikationsgenialistin
Ich stehe für werteorientierte Beratung. Meine Schwerpunkte sind Social Media, gute Kommunikation, Gründung und Netzwerken.
Meine Werte sind meine DNA.
Ich kann euch auch nur unseren mittwöchlichen Schreibclub ans Herz legen. Ich schaffe es in der konzentrierten Stunde jeden Mittwoch mit einem Blogartikel weiterzukommen.

Danke liebe Beate fúr deinen sehr persönlichen Beitrag zur Blogparade.
Aus sehr vielfältigen Gründen schreibst du und diese persönliche Geschichte ist etwas ganz besonderes. Vielleicht darf sie auch einfach unveróffentlicht bleiben und vielleicht kommt es irgendwann dazu, dass du sie neu erzählst und teilst. Kann, muss aber nicht. Berührend zu lesen, wie das Schreiben fúr dich gewirkt hat
Jetzt ist die Zeit für deine Workbooks und ich liebe es sehr, über unsere morgendlichen Treffen Einblicke in die Entstehung zu bekommen
kometenhafte Grüße
Stephanie
#hach Stephanie ♥
Liebe Beate,
vielen Dank für deine schöne Geschichte zum Schreiben. Ich stecke gerade mittendrin und lese mir alles an, was mich dazu befähigt ein Buch zu schreiben. Meine Geschichte wird auch schwer, weil sie mir auch helfen soll, Erlebtes zu verarbeiten. Mal sehen, ob ich es schaffe. Motiviert bin ich auf jeden Fall.
Deinen Sonnenuntergang hab ich gerochen und gefühlt.
Liebe Grüße
Valerie
Wie schön, dass du meinen Sonnenuntergang mitgefühlt hast. Wenn du Unterstützung beim Schreiben brauchst, unser Schreibclub ist ein feines Plätzchen.