Social Media in Bewerbungen – die 3 Todsünden

🎧 Lieber hören statt lesen?
Hier findest du die von mir gesprochene Version dieses Beitrags.

Weiter unten gibt es die Videoaufzeichnung vom Impuls, gehalten auf der Jobmesse am 10.07.2026 in Geretsried.

Die drei Todsünden im Bewerbungsprozess auf Social Media
Die drei Todsünden im Bewerbungsprozess auf Social Media

Drei Todsünden?

Ich verstecke mich

Wie komme ich auf so einen provokanten Titel für meinen Impuls auf der Jobmesse am 10. Juli in Geretsried?

Die Veranstalterinnen von Neuorientierung 0812 hatten mich in ihrem Social-Media-Post so angekündigt:

Das war dann für mich sozusagen die Steilvorlage. Dazu sollte der Impuls ohne Technik im Freien gehalten werden.

Wie bereite ich mich also dazu vor?

Nehme ich Flipcharts mit?

Ich hab mich dann für laminierte DIN-A4-Blätter entschieden. In Canva mit meinen selbstgezeichneten Grafiken ergänzt. War auch eine super Idee, da ich die auch gestern auf der Job-Messe in Peißenberg wiederverwenden konnte.

Kleiner Tipp am Rande: Ich habe auf die Rückseiten der provokanten „Sünden“ die Hinweise für mich dazu geschrieben. Somit hatte ich pro Sünde jeweils 2 Blätter, einmal mit der These und einmal mit der Lösung.

Social Media in Bewerbungen – die 3 Todsünden

Ich verstecke mich. 1

UNSICHTBAR

Kein klares Profilfoto. Kein erkennbarer Mensch.

Personaler entscheiden in wenigen Sekunden, ob sie weiterlesen. Ein dunkles Urlaubsfoto, eine Sonnenbrille oder gar kein Bild wirken wie: „Ich möchte eigentlich nicht gefunden werden.“

✅ Tipp

  • freundliches Portrait
  • Blick in die Kamera
  • heller Hintergrund
  • aktuelles Foto
  • Gesicht nimmt etwa 60 % des Bildes ein

Menschen stellen Menschen ein – keine Silhouetten.

Zeig dein Gesicht!

LEERE

Dein Profil sagt nicht, warum man mich einstellen sollte.

Viele schreiben:

  • „Mitarbeiter bei …“
  • „Mama“
  • „Hallo zusammen.“

Aber Personaler suchen Antworten auf drei Fragen:

  • Was kannst du?
  • Wofür interessierst du dich?
  • Was macht dich besonders?

✅ Tipp

Bio oder Infotext in 3 Sätzen:

  • Ich bin… (z.B. Industriekauffrau mit Leidenschaft für Organisation.)
  • Ich kann… (z.B. Projektmanagement | Kundenservice | Social Media.)
  • Ich suche…(z.B. neue Herausforderungen im Marketing.)

Dein Profil ist keine Visitenkarte. Es ist deine Bewerbung.

Sag klar,
wer du bist und was du kannst.

Ich verstecke mich. 2
Ich verstecke mich. 3

GEISTERSTADT

Seit Monaten nichts gepostet.

Wenn der letzte Beitrag zwei Jahre alt ist, entsteht schnell der Eindruck:

  • „Nicht aktiv.“
  • „Nicht interessiert.“
  • „Nicht digital.“

Niemand erwartet Influencer. Aber Aktivität zeigt Interesse.

✅ Tipp

Schon ein Beitrag alle paar Wochen reicht.

Zum Beispiel:

  • Weiterbildung
  • Ehrenamt
  • Messebesuch
  • Projekt
  • Erfolg
  • interessantes Fachthema
  • Auch Kommentare zählen.

Wer sichtbar ist, bleibt im Kopf.

Zeig, dass du heute noch beruflich unterwegs bist.

Die drei Todsünden im Bewerbungsprozess auf Social Media – mein Impuls

Ja, es war sportlich. Ohne Technik (ich glaube, es hätte auch ein Mikro mit mobilen Lautsprechern gegeben?). Kaum Zuschauer. Aber für mich kein Problem. Laut reden kann ich ja. In einer 60-Meter-Halle Menschen auf dem Pferd in Bewegung mit Helm klar zu erreichen, hab ich lang genug gemacht. Dass wenig Zuhörende da sein würden, war mir schon klar, nachdem bei den Kolleginnen und Kollegen kaum jemand da war. Dann Plan B: Smartphone, Stativ, Mikrofon und los ging es. Mehrfach vorher das mit dem Video und Mikrofon am iPhone getestet. Letzter Test kurz vor dem Impuls und nix nahm das Teil auf. Also, auf das Mikro vom Handy vertrauen und los ging es. Da ich nur ein paar Zuhörende hatte, bin ich auch viel schneller durch meinen Impuls gerauscht, als wenn ich mit den Zuhörenden in Interaktion gegangen wäre.

Das Video habe ich dann mit einer App und der Hilfe von KI von den Hintergrundgeräuschen säubern lassen. Ihr werdet es mitbekommen, auf der Hauptbühne startete dann das Rahmenprogramm. Trotzdem, schön knackig, auf den Punkt, finde ich.

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Mehr Informationen

Social Media im Bewerbungsprozess?

Ja, ist jetzt nicht ganz mein Kernthema. Aber ich habe immer wieder Menschen aus meinem Umfeld, die ich in der „Findungsphase“ begleite. Social Media aus der „anderen“ Perspektive, also nicht aus Unternehmens- oder Selbstständigensicht, zu sehen und zu nutzen, ist für mich keine große Hürde. Zudem werde ich immer wieder für Schulungen von Arbeitssuchenden gebucht.

Ein Tipp noch aus meinen Schulungen für Arbeitssuchende, gerade wenn ich außer Messengerdiensten wie WhatsApp keine Social-Media-Profile nutze:

Mini-Video oder Grafik mit einem Aufruf „Suche Job“ oder „Suche Ausbildungsplatz“ mit den 3 wichtigsten Kompetenzen/Aufgabenbereichen in meinen Status stellen. Unser privates Umfeld ist uns meistens wohlgesonnen und kann euch empfehlen oder einen Tipp geben.

Ich, Beate, die Kommunikationsgenialistin

Beate Mader wirft ihre Werte Karten in die Luft
(c) Stefanie Kresse

Werteorientierte Kommunikation, die Ideen in Bewegung bringt.

Meine Werte sind meine DNA. Sie prägen meine Haltung, meine Zusammenarbeit und die Art, wie ich Menschen dabei begleite, ihre Ideen sichtbar zu machen und ins Handeln zu kommen.

Und noch eine persönliche Empfehlung: Unser mittwöchlicher Schreibclub ist für mich jede Woche ein fester Anker. In dieser konzentrierten Stunde komme ich zuverlässig mit meinen Blogartikeln, Work.Books oder neuen Ideen weiter. Vielleicht ist genau dieser geschützte Raum auch für dich der Impuls, endlich dein eigenes Schreibprojekt anzugehen.

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